Bürgermeister warnt vor PanikmacheWie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist die Stadt Entenhausen heute mit dem ersten Fall von Menschengrippe auf Vogelstaatsgebiet konfrontiert worden. Der verendete 35jährige Comicsammler wurde von Oma Duck auf dem Kartoffelacker gefunden, auf dem in diesem Jahr besonders viele Wandergruppen Rast machen.
Die Behörden haben umgehend alle nötigen Schutzmaßnahmen getroffen. Journalisten dürfen die Sperrgebiete im Umkreis von 10 km nur noch angeleint betreten, für Kameraleute gilt im ganzen Land ab sofort Stallpflicht. Minister sind im Haus zu halten.
"Wir versprechen uns davon ein effektives Zurückdrängen der Viren", versichert Bürgermeister Ducko, "immerhin belastet das den Steuerzahler weniger, als wenn wir für jeden Medikamente bereitstellen!"
Dagobert Duck, Geldspeicherbesitzer und Fantastillionär, stimmt dem Stadtoberhaupt zu: "Könnte ja jede Ente kommen, und gerettet werden wollen. Wo kommen wir da hin! Stellen Sie sich vor, die Panzerknacker oder Klaas Klever würden sich Duckiflu besorgen und horten!"
Sein Konkurrent Klaas Klever sieht das anders: "Ich fresse meinen Hut, wenn das nicht alles von der verdammten Massenmenschenhaltung kommt! Schauen Sie sich doch um: welcher Mensch darf heute noch im angemessenen Biotop leben? Wie gehen Enten wie DD mit Menschen um! Kein Wunder, dass es zurückschlägt. Erst BSE, der Menschenwahn... und jetzt die Menschengrippe. Alles entengemacht, sage ich Ihnen, alles entengemacht!"
Auch das Fähnlein Fieselschweif zeigt sich besorgt. In einer Gammelfleischfabrik, aus der Dagobert Duck Trillionen schlägt, haben Tick, Trick und Track die schwerkranke Tante von Schweinchen Dick gefunden. Die Arbeiterin hat sich aufgrund der mangelnden Hygiene und der Speiseabfälle in der Kantine offensichtlich die Schweinepest geholt.
"Die Lage ist ernst, aber es besteht kein Grund zur Panik!" warnt der Bürgermeister. Die Staatsmacht tue im Moment alles, um Menschen zum Tabu zu erklären. "Menschen sind eine Gefahr, Menschen dürfen nicht mehr als niedlich angesehen werden!", sagt er.
Er habe bereits dafür gesorgt, dass Menschenabbildungen von allen Osterkarten genommen würden. Obwohl keine Ansteckungsgefahr bei genügend erhitztem Fleisch bestehe, sei der Verzehr um besorgniserregende 40 % zurückgegangen. Viele Metzgereien blieben auf ihrem Menschenfleisch sitzen.
"Sollen sich nicht so haben!", findet Dagobert Duck. Seiner Meinung nach sei es abartig, wenn Enten Menschenfleisch verzehrten. "Wasser und trocken Brot, das hat bisher jede Ente satt gemacht!"
Sein Neffe Donald schmunzelt derweil in der Küche. Er findet, das alles sei typisch für eine übersättigte Gesellschaft, die den liebevollen Bezug zum Menschen verloren habe. Sagt es und wendet seinen Pfannkuchen.